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Sonntag, 13. Februar 2011

Augenzug

In einem Atemzug
erwähnt der Tag die Nacht und
im zweiten Atemzug
macht sie ihm klar,
wie sie ist, wie
sie sich sieht.

In einem Augenblick
erwägt der Tag die Nacht und
im zweiten Augenblick
wird es bewusst,
wie sie ist,
wie sie ihn sehen.

Wer wird neuer Superbanker?

Axel Weber, der noch amtierende Bundesbankchef macht das einzig Richtige und wird nicht EZB Präsident. Warum auch? Seine konservative, und wie ich finde, richtige Geldpolitik ist in Europa zunehmenst unerwünscht. Peer Steinbrück hat postwendend abgelehnt ( Sein Grund war sehr beachtenswert und nobel: Er hält es unangebracht, wenn ein Politiker ein solches Amt besetzt). Jetzt sucht Merkel den neuen Superbanker (Spiegel Online) und alle sind gefragt. Kommende Woche entscheidet sich Merkel; ich bin gespannt.

Stressige Schei&e

Leider leidet mein Blog zunehmenst am Nichtvorhandensein des Internets. Das stresst und nervt. Ich hoffe, das wird besser :/

Montag, 7. Februar 2011

Kontrollevksy

Heute wurde ich, wieder einmal, am Würzburger Hauptbahnhof von der Polizei kontrolliert. Personenkontrolle, nennen das die Beamten, meist in Zivil. Generell habe ich nichts gegen diese Art von Polizeiarbeit, die machen ihren Job und ohne den Jungs und Mädels sähe es hier ganz anders aus. Allerdings frage ich mich schon, warum ich so oft kontrolliert werde. Heute hatte ich z.b. eine Cap auf, Sonnenbrille und habe dabei telefoniert (bzw es versucht; ging keiner hin). Nicht mehr oder weniger auffällig als andere; aber offensichtlich ist es mein Raster, das die Polizisten anregt. Sie müssen es ja wissen, machen sie das ja beruflich.
Nur ist es dann so, dass heute ein anderer Herr, etwas älter als ich, für mich nicht minder auffälliger als ich, wenn nicht sogar noch mehr, eben nicht kontrolliert wurde. Freundlich habe ich den Beamten übrigens mit 170 cm sehr klein)gefragt, wie sie denn so oft auf mich komme und dass es doch andere Menschen gibt, die Sie kontrollieren könntne. Überhaupt; hätte ich Drogen dabei, würde ich eher Würzburg Süd aussteigen, als am Hauptbahnhof. Der Polizist meinte daraufhin relativ trocken, ich solle doch lieber von Dingen reden, von denen ich Ahnung habe. Gutes Argument fand ich, ich überlegte kurz, ob ich von seiner geringen Körpergröße anfangen soll und dass der Typ, schätzungsweise 2 Jahre jünger als ich, nicht gerade eine autoritäre Erscheinung darstellte.
Hier noch ein wertvoller Typ für alle Arten von Kriminelle, die in irgendwelchen Taschen, Koffern, etc ihre heiße Ware transportieren. Scheut nicht, am Würzburger Hauptbahnhof auszusteigen! Selbst wenn ihr kontrolliert werdet, sagt einfach, ihr habt keine Lust eure Tasche zu öffnen. Das hilft! Die lassen euch in Ruhe. (Kein Scherz; Bei meiner vorletzten Personenkontrolle hatte ich eine Tasche dabei. Als der Beamte, im übrigen der gleiche kleine Mann, fragte, dass er in die Tasche schauen wollte, antwortete ich (O-Ton):" Nein, dazu habe ich jetzt keine Lust."
Dies akzeptierte der freundliche BBeamte und verabschiedete sich nicht weniger freundlich.

The Art of Hobo: es geht um Formulierungen

In dieser Woche möchte ich über Worte oder Formulierungen schreiben, die für mich im Deutschen bemerkenswert sind. Beginnen wir doch gleich mit "bemerkenswert."
Für viele ist das Wörtchen "bemerkenswert" gleichgesetzt mit "außergewöhnlich", und diese beiden sind wiederum automatisch "hervorragend", mindestens jedoch mit "gut" Synonym. Dagegen muss ich intervenieren! "Bemerkenswert" sind gegebenenfalls ebenfalls Dinge, die negativ sind: So ist es in meinen Augen bemerkenswert, wenn ein Bankräuber, als er auf dem Weg zum Fluchtwagen ist, kurz zum CopyShop geht und mit seiner personalisierten Kopierkarte eine Kopie macht und sich so verrät ( Diese Geschichte ist tatsächlich passiert) Dies ist in jedemfall "bemerkenswert", womöglich auch "außergewöhnlich". Aus objektiver Betrachtung ist das Handeln des Bankräubers jedoch nicht "hervorragend". Aus subjektiven Blinkwinkeln, wie zum Beispiel aus dem des Fluchtwagenfahrers, also sein Komplize, ist dies alles andere als hervorragend. Sein Verhalten ist nicht mehr und nicht minder folgenschwer und brothohl zugleich. Für den ermittelnden Polizisten ist der Geistesblitz des Räubers hingegeben hervorragend - zweifellos.
Was haltet ihr vom Begriff "fremdgehen?" Also ich finde, dass dieser Begriff völlig schwammig ist: "gehen"? Wohin?! Und was ist damit gemeint? Geht es um das umgangssprachliche "mit jemanden gehen?" Dann macht allerdings das "fremd" wenig Sinn. Denn ist dieser Mensch doch in dem Moment nicht "fremd", sondern alles andere. Da der Begriff "fremdgehen" meist in verbindung mit Geschlechtsverkehr genannt wird ( und sich regelmäßig an den Abgrenzungen gestritten wird; Was ist Fremdgehen, was nicht? Fast schon karrikaturischer Höhepunkt dieser Debatte ist der Streit im Tarantino Streifen "Pulp Fiction", ob eine Fußmassage schon ein Fremdgehen bedeutet) Es ist davon auszugehen, dass jemand, mit dem man GV hat, alles andere als fremd ist. Vielleicht ist einem GV fremd, aber das ist eine andere Geschichte.
Diese Liste lässt sich fortsetzen wie die Seiten "Huber" im Müncher Telefonbuch. Es ist ja auch gar nicht tragisch, weil die meisten ja doch wissen, was damit gemeint ist.Mit "Kritik" zum Beispiel meinen die wenigsten eine Beurteilung. Eine "Kritik" ist stets eine negative Beurteilung; obwohl eine schlichte Kritisierung, also das Anbringen von Kritikpunkten, sowohl negativ als auch positiv sein kann. Wie dem auch sei, wie viele Worte, Formulierungen, Redewendungen et cetera es noch gibt, sie bleiben in den Köpfen der Menschen, weil sie im Endeffekt doch das aussagen, was sie aussagen sollen. Mit dem wenig faden, dafür interessanten Beigeschmack, dass sie ein kleines bisschen verraten, wie der Gegenüber tickt.

Wer nicht kämpft hat schon verloren

Nicht ganz ohne Stolz möchte ich heute verkünden, dass ich nach meinem Bühnendebut 2009 nun für 2011 ein weiteres Mal Luft am Schauspielertum schnuppere. "Wer nicht kämpft hat schon verloren" ist ein Stück von Dr. Schulz und wird ab April in der Werkstattbühne aufgeführt.
Das Stück ist ebenso links, wie satirisch und unterhaltsam sogleich. Obwohl ich zugegebenermaßen weniger links bin; mehr noch, ich das Geschachere um "links" und "rechts" für überflüssig halte, empfinde ich es als sehr ehrenswert, auf dieser Bühne in diesem Stück zu spielen. Es ist schauspielerisch in jedemfall eine Herausforderung, die ich gerne und mit Leidenschaft und Engagement annehme.
Ich halte auf dem Laufenden

Dienstag, 1. Februar 2011

The Art of Hobo: Charakter

Ich finde, es gibt keinen Charakter. Es gibt kein "du bist...." Es gibt keine Urteile. Natürlich schmücken wir alle uns mit Urteilen, (meist Vorurteile). Selten jedoch sind sie berechtigt.
W3as ist der Charakter? Ist das nicht eine Bankrotterklärung zum Selbstbewusstsein und zur Möglichkeit, etwas an sich zu verändern? Wenn jemand zu mir sagt, "so ist eben mein Charakter, gewöhn dich daran." so akueptiere ich das nicht. Warum auch? Charakter ist nichts statistisch, nichts feststehendes. Charakter ist, wenn überhauptm, ein Prozess. Ein ständiges Verändern. - Zumindest ist das der Anspruch. Die Wahrheit ist, dass viele das Argument "Charakter" als Schutzschild sehen; als bequemes Schutzschild: So bin ich - ich kann mich nicht verändern.
Dass man sich verändern kann, steht außer Frage. Jeder kann morgen mit dem Rauchen aufhören, oder heute damit anfangen. Jeder kann das zweite Glas stehen lassen; ein jeder kann seine Frau nicht schlagen und seine Kinder beginnen, anzuhören. Manches ist höllisch schwierig, anderes dagegen recht simpel. Aber alles ist machbar. Das ist meine Überzeugung.
Ich glaube, jeder hat die Möglichkeit, Dinge anders zu machen. Es geht dabei nicht immmer um den sogenannten großen Wurf. Oft sind es die kleinen Dinge, die Symbole, die Großes ins Rollen bringen. Und die Erfahrung lehrt: Weniger reden - mehr machen.
So ist das mit Menschen. Inkongruente Selbstbilder frustrieren uns, drängen uns in alte Abwehrschemata. Dabei ist es viel besser, einfach zu mal zuzuhören. Die wenigsten Menschen wollen einfach nur diffamieren. Und selbst wenn? Wer sagt denn nicht, dass sich nicht doch recht haben? Die Form ist nicht entscheidend, sie wird regelmäßig in den Vodergrund gedrängt. Es geht um den Inhalt und und um keine stellvertretende Debatte um Gefühle.
Also was kann man tun? Zuhören, nachdenken, verstehen. Nichts auf der Welt ist nachhaltig veränderbar, was von Menschen nicht verstanden und akzeptiert wird.
So gesehen gibt es Charakter, als feststehende Einheit nicht. Charakter ist oftmals Schutz und zu selten Plattform für Veränderung. Wir sollten es jedoch als solches nutzes, um uns zu emanzipieren. Denn nur so können wir wirklich glücklich zusammenleben.