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Montag, 28. Februar 2011

Ein Wort

Wie traurig.
Unfähigkeit gepaart mit
Größenwahn.
Wie lange kann ein Mensch
Scheiße verzapfen,
bis er in derselben erstickt?

Ekelerregender Rotz
Widerlichkeit bis zur Galle.
Du bist das Letzte,
doch ich befürchte,
nicht der Letzte.

Wie tumb,
einfältig und doch geschickt.
In Ihrer Dummheit raffiniert.
Ihr kotzt mich an,
ein elendiges bis in die Breiten
stupides Volk.

Besser,
bin ich nicht,
allenfalls in sofern,
als dass ich verstehe,
wie hier die Puppen getanzt werden.
Wacht auf.
Steht auf.
Lasst euch das nicht gefallen.

Warum neutral?

Mal wieder sind es die Völkerrechtler, die nicht selten nicht links sind, die mich regelmäßig auf die Palme bringen. Einer der bekanntesten davon ist Reinhard Merkel. Merkel hatte schon 1999 gegen den Kosovo Krieg stets aus völkerrechtslichen Bedenken interveniert und das obwohl im Kosovo eine humanitäre Katstrophe im Gange war, Arbeitslager in denen gefoltert und exekutiert wurde (Vgl Human Right Watch).
Nun hat Merkel wieder vökerrechtliche Bedenken. Eine Intervention in Lybien käme nicht in Frage, da weder Weltfrieden gefärdet sei noch eine humanitäre Intervention in Frage käme.
Eine humanitäre Katrastrophe ist in Lybien tatsächlich noch (Gott sei Dank) in weiter Ferne. Doch auch fernab dieser beiden Parameter muss man sich die Frage stellen, was der Westen tun kann. Und wenn man dabei über Überflugrechte und Mini Embargos streitet, während hunderte Demonstranten erschossen wurde, kann ich nur herzhaft lachen. Hier stimmt die Dimension schlicht nicht.
Meiner Meinung nach sollte interveniert werden und zwar mit dem engen Einbeziehen der arabischen Staaten. Nur so kann hier ein wirkliches Zeichen gesetzt werden. Neutralität muss Intervention auch nicht wahren, warum auch? Alle demokratischeN Kräfte haben sich auf die Seite der Demonstranten zu stellen, die demokratische Strukturen fordern. Warum sollte man da neutral bleiben? Noch nicht mal Christian Wulff, die Inbrunst der Neutralität und rhetorischem Nichtssagentum.

Schavan

Nun hat sich Annette Schavan, eine der intellektuellen Höhepunkte dieser obskuren Regierung (keine Ironie) zur Sache Guttenberg zu Worte gemeldet. Sie schäme sich für ihn, "nicht nur heimlich." Da geht es ihr wie mir. Ich schäme mich ganz offen, sowohl als Student, als auch als Staatsbürger für diesen unsäglichen Hochstapler und Verteidigungsminister.

And the raspberry goes to...

And the Oscar goes to: Jessica Parker, Kim Cattrall, Kristin Davis und Cynthia Nixon.

Vielleicht träumen die vier Damen davon nachts, aber mit der Realität hat dieser Auszeichnung für die Schauspielerinnen von "Sex and the City" wenig zu tun. Mehr noch, sie erhielten für ihre Glanzleistung in "Sex and the City 2" die Goldene Himbeere.
Nachdem die Serie "Sex and the City" mit allen Höhen und Tiefen einer der erfolgreichesten, und für mich auch unterhaltsamsten Serien waren, übernahmen sich die Produzenten mit dem zweiten Kinofilm. Nachdem der erste noch sowohl durch Dramaturgie als auch Plot überzeugte (War kein Oscar Film, klar, aber er hatte Dramatikm Witz und gute Musik), kam der zweite noch noch platt daher. Mit völliger Abwesendheit von Handlung ( man fragt sich nach einer Stunde worum es denn eigentlich ging) plätschert der Film mehr als 92 Minuten daher. Nun wurde diese Leistung honoriert.

Sonntag, 27. Februar 2011

Diletantentum

In mir kocht es:

"Ich stehe jetzt zum 2. mal vor Ihrem Haus und finde kein Klingelschild"

das darf wirklich nicht wahr sein? Welche Dorfdeppen arbeiten bitte für Kabel Deutschland?

Arschloch der Nation

Nun meldet sich die Uni Bayreuth endlich wirklich kritisch zu Wort. Und zwar in Gestalt des Nachfolgers Guttenbergs unsäglichen Doktorvaters. Siehe Spiegel Online:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,748009,00.html
Mehr gibt es dieser Debatte nicht hinzufügen

Es bleibt nun zu hoffen, dass das Arschloch der Nation endlich seinen Hut nimmt.

Donnerstag, 24. Februar 2011

Der Yellow Press Minister und ein dummen Volk

Spätestens seit gestern entwickelt sich die Guttenberg Debatte nicht nur zu einer Farce, sondern auch zu einem signifikanten Beleg für Machtgier, Machtgeilheit einzelner, die bis in die Kriminalität reicht. Traurig und beschämend, dass gerade jemand wie Guttenberg, der sich einer solch exorbitanten Bekannt- und Beliebtheit erfreuen kann, über seine eigene moralische Verdorbenheit stolpert. So wenig wie der Diebstahl geistigen Eigentums (Vgl. Art 14. GG, UrhG, uvm) ein Kavaliersdelikt ist, so wenig ist die moralsche oder schlicht die "anständige" Pflicht eines Verteidigungsministers in einer Form weniger zu werten als vergleichbare Vergehen. So wäre Guttenberg selbstverständlich als Dieb einer materiellen Sache völlig untragbar im Amt gewesen; ähnlich wäre es, würde er als moralische Instanz, dessen Anspruch er von sich hat, sich mit ukrainischen Nymphen bei Koks vergnügt hätte. Michel Friedman hat zu seiner Zeit alle seine Ämter, sowie seine lukrativen Posten in der ARD niedergelegt. Gregor Gysi, Cem Özdemir stolperten über die vergleichbar harmlosen Bonusmeilenaffäre und nahmen ihren Hut. Gegen 62% Abschreibens, dazu noch eine Woche ekelerregender Vertuschungs- und Verharmlosungsrhetorik ist die Meilenaffäre eine Lachplatte. Und trotzdem blieben sie konsequent; weil sie für den Moment untragbar waren. Weil für sie, durch ihren medialen Stand und ihrem Bekanntheitsgrad andere Maßstäbe gelten. Guttenberg jedoch bleibt im Amt. Unfassbar.
Wie kann es sein, dass eine Wissenschaftliche Arbeit, die in einem so großen Umfang nicht aus der Feder von Guttenberg stammt, mit der Bestnote ausgezeichnet wird? Vermutlich hat der Doktorvater die Arbeit nicht mal gelesen, sonst wären ihm die Stilbrüche sicherlich aufgefallen. Dies ist eine Affont, nichts als ein Affont, gegen "normale" Studenten ohne Adelstitel und adäquaten Parteiausweis. Dies ist ein Armutszeugnis für eine ganze Universität und bringt den bis dato hervorragend integren Ruf Hochschulen in Verruf. Vielen Dank, Herr Guttenberg, der, nebenbei bemerkt, als Verteidigungsminister für die beiden Hochschulen der Bundeswehr in Berlin und München verantwortlich ist.
Völlig farblos blieb auch die FDP. Traurig, dass nicht mal der eine oder andere Hinterbänkler der Liberalen das aussprach, was mit sicherheit viele dachten: Dass Guttenberg als Lügen- und Plagiatsbaron völlig untragbar geworden ist. Nichts ist offensichtlicher und einleuchtender: Wenn einzelne FDP Mitglieder vor einigen Monaten noch Westerwelles Rücktritt forderten, wo bleben nun ihre Rufe nach Guttenberg? Westerwelle mag Fehler gemacht haben und farblos sein, aber er hat weder Amt noch Integrität von Politikern/ Akademiker beschmutzt. Wo sind die Stimmen?
Davon abgesehen würde Westerwelle an Stelle Guttenberg politisch erledigt gewesen sein.
Noch mal: Guttenberg hat Eigenschaften, den vielen Politikern fehlen.(Vgl Malais um Guttenberg) Das täuscht jedoch nicht über eine Eigenschaft, die er offensichtlich niemals inne hatte und haben wird: Integrität. Die Deutschen haben sich entschieden, was ihnen lieb und teuer ist:Einen Yellow Press Minister ohne Gewissen, Anstand (und mit einer scheiß blöden Frau) dafür einer beträchlichen kriminellen Energie, Guttenberg wäre vielleicht kein allzuschlechter Politiker; jedoch ist er ersetzbar und sicherlich kein Messias. Um so erstaunlicher ist es, wie schlicht die Deuschen doch sind. Guttenberg wird es wohl weit bringen, vermutlich noch umjubelt von Millionen Deutschen, für die imaterielles Eigentum keinen Wert ansich dastellt; sie vermutlich nicht mal wissen, was dies ist. Deutschland, wie dumm bist du?