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Samstag, 28. Juni 2008

der kluge Kampf

Der Kampf
er wird nicht aufhören.
Der Protest
er wird weitergehen.
Wir geben
uns nicht geschlagen
mit dem
was wir erreicht haben.
Wir wollen mehr.
Provokation und Polemik.
Nur her damit!
Wir provozieren.
Ihr spitzt zu.
Dabei kämpfen wir dafür
dass es kein "wir" und
kein "ihr" mehr geben wird.
Der Kampf.
Er ist nicht zu Ende.
Warum auch, zu viel
liegt noch im Argen.
Zu viel ist noch ungereimt.
Wir sind keine Moralapostel.
Wir sind keine Grass, keine
bigotten 47ziger.
Wir sind die Stimme der Unverstandenen.
Der nie Angehörten.
Die Stimme der Vergessen.
Wir sind die Vergessenen und die Unverstandenen.
Es geht weiter.
Es muss weiter gehen.
Nicht gegen, sondern für.
Nicht gegen, sondern mit.
Nicht körperlich, sondern geistig.
Das ist der kluge Kampf
in unseren Herzen.

Freitag, 27. Juni 2008

Glück in Raten

Es ist die Zeit des Erwachens.
Die Zeit der positiven Stimmung.
Es ist die Zeit, an denen zwar nicht
alle Träume wahr werden, jedoch
das Streben nach einer besseren Zeit
mit Erfolg belohnt wird.
Es ist die Zeit in der das Glück in Raten kommt.
Und wer weiß, wie lange es anhalten wird.
Es ist die Zeit, an der man den Tag nutzen sollte,
als wäre es der letzte Tag, den man genießen könnte.
Es ist die Zeit, in der das Glück in Raten kommt.
Doch die Zeiten sind unsicher.
Glück wird nie eine Konstante sein,
es wird Tiefen geben, so wie man unerahnte
Höhen erleben darf - Es stimmt schon
"Glück macht durch Höhe wett, was ihm an Weite fehlt."
Es ist die Zeit, in der das Glück in Raten kommt.
Und wer weiß, wie lange es noch genießbar ist.
Wie lange es noch anduern wird.
Und ich hoffe.
Und ich hoffe.
Dass es niemals enden wird.
und ich hoffe.
Und ich hoffe.
Dass es ewig dauern wird.

Die Abrechnung

"Du musst mir nicht sagen, was ich zu tun habe. Niemand muss das. Ihr meint wohl, ich wäre zurückgeblieben und dumm, weil ich nicht das mache, was ihr von mir denkt? Was Papa von mir erwartet? Dass ich nicht in seine Fußstapfen treten werde und seinen Betrieb übernehmen werde. Ja, das wurmt euch schon sehr. Tut mir leid, aber mir fehlt das Talent zum Verwalten. Und dann bin ich auch noch schwul. Das auch noch. Welch ein Leid hat euch der Herrgott wieder auferladen. Mama ist sicher deshalb schon beichten gegangen. Ein Wunder, dass der Exorzist noch nicht bei mir geklingelt hat. Schwul sein ist keine Krankheit, für die man sich rechtfertigen muss. Das ist nichts, was man auch nur erklären müsste, nichts wofür man ein Wort verlieren müsste. Ich werde mich nie an irgendwelchen Outing-Orgien beteiligen. Und wisst Ihr auch warum? Weil ich es als normal ansehe, weil ich mich nicht erklären möchte, dass ich lieber Männer als Frauen möchte. Mit diesem künstlichen Begriff, dem "Outing", gebe ich doch der Gesellschaft zusätzlich einen Grund, schwul sein als etwas besonderes anzusehen. Genauso wie ich diese ganzen kaputten, nicht selten Bullemie oder SVV geschädigten, Schlampen nicht ausstehen kann, die in der Manier eines Philosemiten (Anm: "philophob") alles Schwule toll finden und ach so gerne einen schwulen Freund haben würden. Denen ist ebenso wenig zu helfen, wie die nicht minder kaputten homophoben Schwachköpfen, die noch NS geschädigt zu sein scheinen und sich in ihrer feinen Bigotterie falscher Toleranz sonnen. ich könnte kotzen. Zu denen gehört ihr doch insgeheim, nicht wahr? Ihr würdet es nie zugeben, aber ich weiß genau, wie ihr über Schwule denkt. Es stimmt schon: Generation Ausschwitz. Mit denen kann man nicht argumenteren. Und ich möchte es auch gar nicht.
Einfach nur schwul sein... für viele längst kein Problem mehr. Für euch wäre es zumindest eine Herausforderung, die ihr annehmen müsstet. Doch dafür seid ihr zu feige, stimmts? Natürlich stimmt es.
Der Schwule, unglücklicherweise auch noch einzige Sohn, der euren Betrieb nicht übernehmen wird, dafür sich selbst verwirklicht und sein Leben so lebt, wie er möchte. Das gefällt euch nicht? Dass ich zwar nicht so bin, wie ihr wollt, dafür so lebe, wie ich es für richtig halte? Dafür verachtet ihr mich? Dann seid ihr keine Eltern und keine Familie. Dann seid ihr...."

In diesem Moment machte es "klick": Die Kassette des Diktiergerätes war zu Ende. Alexander stand in seinem Schlafzimmer und betrachtete eines seiner Bilder, das er vor einigen Jahren schon gemalt hatte und das seit jeher über seinem Bett hing.
Nach einigen Minuten inne halten, machte er langsam kehrt und verließ das Zimmer. Mit einer fast gleichgültigen Handbewegung ließ er das Diktiergerät auf das Bett fallen, ehe er die Tür schloss.

Can't stop the killer

I work my hands right down to the bone
still you don't give me what I want.
You are so ungrateful,
we're more like a house than a home.
Please dear understand,
I'm sorry again for all that I said.
How could you leave?
I swear that I'll be a better man.
Well, go ahead and run, run, run
from the man with the gun in his hand.
Darling I would shoot you before I would ever
let you leave.
Oh, dear God.


-Emery, wunderbar...

keine Ahnung

Wenn zwei sich streiten, freut sich meist keiner.
Wenn zwei sich lieben, erfreuen sich beide.
Doch wenn zwei einen lieben, erfreut sich recht
selten einer - Jedenfalls von Dauer.

Moral von diesen Zeilen?
Keine so recht.
Der Sinn dieser paar Zeilen?
außer Selbstdarstellung?
Keine Ahnung.

Ich weiß gar nicht, warum ich schreibe. ich tu es einfach.

Mittwoch, 25. Juni 2008

zu wenig Worte

Es gibt zu wenige Worte im Deutschen.
Wie nennt man das Gefühl,
das einem den Brustkorb scheint zu sprengen.
Und das die Luft zum Atmen nimmt.
Wie heißt das Gefühl,
das den Magen nach unten drückt,
beim Anblick von nur einem lächeln?
Wie heißt das Adjektiv,
das einem die Luft zum Atmen wieder gibt,
voll Freude beim Antlitz einer Person?
Und wozu sagte man,
wenn binnen Sekunden der Herzschlag
nach oben schnellt,
und der Schweiß sich auf der Stirn sammelt,
nur weil eine Person den Raum betritt?

Es gibt zu wenige Worte im Deutschen.

Dienstag, 24. Juni 2008

Silver and Cold

Für Marco, AFI.

Your sins into me,
oh, my beautiful one.
Your sins into me.
As a rapturous voice escapes
I will tremble a prayer
and I'll beg for forgiveness.
Your sins into me,
Your sins into me
oh, my beautiful one.

- A Fire Inside