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Montag, 1. Juli 2013

versäumt zu sagen

Ich habe es versäumt zu sagen
Wie du so bist wenn du so bist
Denn an diesen manchen Tagen
Ist's ohne dich doch fad und trist

Ich will nicht übertreiben zwar
sind Tage auch mal ohne dich
Ganz schön, genehm und ruhig sogar
Doch bald wirds traurig - ehrlich.

Da bleibt mir nur die eine Wahl
zu denken an die traute Zeit
Es ist ja nicht das erste mal
Die Ankunft sie ist nicht mehr weit

Ich habe es versäumt zu sagen
wie du so bist wenn du so bist
Ich merk es erst an diesen Tagen
wenn du weg bist und es trist ist

Und so tu das was ich recht kann
Schreibe es auf und denke nach
Du bist und bleibst mein Lieblingsmann
Und Mein bleibst du, wenn ich es darf

Donnerstag, 23. Mai 2013

Silberfische

Ich gehe Mittags aus dem Haus
und bieg ich dreimal ab
laufe dann den Weg hinauf
leider scheint es so wie immer

Kein einz'ger Augenblick vergeht
indem es mir nicht grau wird
Die ganze schöne Stadt besteht
aus lauter Silberfischen.

In der Ecke im Cafe zu viert
sitzen sie und lachen
Ein Typ im Rollstuhl guckt verwirrt
und kotzt sich lauthals an

In der Bahn hör ich mein eigen' Wort nicht
zwei Frauen schreien laut
Es geht um ihr verspeistes Gericht
vom eben aufgesuchten Restaurant.

Ein Junge wird zurecht gewiesen
ob mit ob ohne Recht egal
der Alte wirds gleich recht genießen
den Tritt den er dann kriegt.

Ich treff den Alten mit dem Schuh
der fällt begleitet von Metall
"Jetzt ist es ein für alle mal nun Ruh!"
ruf ich dem Silberfisch noch nach.

Doch da hab ich die Rechnung wohl
mit den Wirten nicht gemacht
denn knapp verpasste mich ein Kohl!
den eine Frau ganz wütend warf.

"Sie haben diesen Mann verletzt
Die Hüfte ist hinüber!"
sagte sie voll Wut entsetzt
"Dafür werden Sie bezahlen!"

Die Antwort kam in einem Zug
ich schwör ich konnt nichts machen
Der Schirm er traf mit voller Wut
mit der Spitze in mein Aug.

Schreiend griff ich in dem Schreck
in ihren dicken Bauch
noch mehr erschrack ich und griff weg
zu spät - ich hing nun fest.

"Jetzt hab ich dich du frecher Schufft"
Sie würgte meinen Hals
ich schnappte keuchend nach der Luft
und fing nun an zu weinen

"Möchtest du noch etwas sagen?
bevor du nichts mehr sagen kannst?
ich kann so Gecken nicht ertragen
also sag was oder Schweig!"

Doch so sehr ich mich auch mühte
ich konnt mich nicht befreien
die Frau sie war ganz ohne Güte
und lachte mich noch an.

"Nun, da du nicht mehr reden magst"
Sie schaute auf die Uhr
"Ich muss jetzt gleich zu meinem Arzt
dann stirbst du eben schnell"

Sie wühlte in der alten Tasche
und ergriff ihr Taschenmesser
"Stirb!" - rief sie, "Du blöder Affe"
und holte zum Finale aus

"Wir sind viel mehr und leben toll!
merkt euch das endlich mal!"
und noch bevor mich traf ihr fieser Groll
erwachte ich erleichternd panisch.

Mittwoch, 3. April 2013

Weit anders

bin ich das bisschen etwas, was
das bisschen etwas gegenüber mir
zu sagen meint?
kann ich das bisschen etwas, was
das bisschen etwas gegenüber mir
zu glauben scheint?
Ist es nicht ein wenig mehr, als
das bisschen gegenüber mir
mir deutlich machen will?
Ists nicht ewig wahr, seit
Ew'gkeiten klar, jedoch nie
unnahmbar war?
Sinds nicht kleine Boßhaftigkeiten
die großes aussagen
das kleine Bündel
wie dünne Bundzwiebeln
die der Wahrheit nahe kommen?
Was das etwas gegenüber betrifft
ich bin nicht mehr als
mein Wort und Tat
und was zwischen Zeilen und
in denselbigen steht
ist nicht mal mehr Ansichtssache
noch nicht mal mehr tendentiös
es ist semantisch falsch.
ich bin mit nichten das etwas
was das bischen etwas neben mir
zu sagen, zu glauben meint.
Weit anders.

Donnerstag, 7. Februar 2013

die es waren

Ein Moment Inne
ein Moment des Momentes Wegen
kein "ich" in keiner Zeile
nur dies bisschen Moment
kein Mensch muss so früh gehn
Leben reißt uns in die Realität
dies schnelle Leben das dann
doch irgendwann aufhört
dass dann doch irgendwann ruht
wissen nicht ob bessren Ort
wissen nicht ob überhaupt kein Ort
vermutlich überhaupt kein Ort
könnten nie Trost geben
weils nie Trost gibt
Es ist nicht verständlich
weil es nicht zu verstehen ist
nicht zu begreifen ist
nie zu begreifen sein wird
dies bisschen Leben
das Menschen im Universum ausmachen
dies lächerlich kleinen Existenzen
dies Nichtigkeit im großen Kontext
finden doch die wunderbaren
liebevollen Momente
die großen Momente und
die schmerzlichen Momente
die tieftraurigen Momente
und trotz dies allem
und wegen dies allem
sind wir Mensch und denken
an die, die es waren.

Montag, 31. Dezember 2012

schaurig schön

angeschossen ohne Waffen
selbst verursacht
selber schuld
den Wahnsinn angefangen
in Eigenregie
als Einmannstück
Keine Denke an das Denken
verschwendet und
ans morgen gar nicht
nur im Impuls gehandelt
nun steht er einfach da.
Blut vergossen ohne Stich
ohne Hieb ohne Schuss
in die lautstarke Stille
hineingefallen
Ist fast umgefallen
wankelnd am Fenster stehend
zwei, drei Züge.
ein Wozu ist zwecklos
wie ein Warum
wie ein Weshalb
Wie ein Wieso
Alles sinnlos
alles schon dagewesen
alles schon mal gehört
will nichts hören vom
schon mal gehörten
schon mal gesagten
den Wahnsinn vollendet
das Einmannstück ist um
schade drum
war schaurig schön.

Montag, 5. November 2012

passt

Es passt.
Doch, bei all dem Komischen
in meinem komischen Kopf
ist es fernab von Komik
und Zeichensetzung
passend.

Kann nicht aufhören
trotz aller Ratschläge
meiner selbst
aufhören das denken zu glauben
und zu leben und zu denken
und zu denken was
ander menschen glauben
und meinen zu denken.
Dennoch glaube ich
bei all den Komischen
was so komisch ist
glaube ich genau das
zu machen was zu machen
ist.
Nicht verstanden?
Sorry.

nur dies leben

habe vernachlässigt das,
was ich mag, das
was ich meine
aussagen zu können.
Jetzt ist 2012 bald um
was ich hab ich gemacht?
Viel gegen die Wand, doch
ein bisschen was von Gleis 9 3/4
habe gemacht was ich glaube
zu können.
Habe gedacht, sein zu können
wie ich will -
habe Gelächter erfahren
dass mich nie so sonderlich
großartig interessierte
Gespott, was nur auf sie selbst
zurückkam
hab ich zurückkommen lassen
hab nur diese Tastatur
nur dies Display
nur die zwei Hände
nur dies Leben.