Montag, 21. Februar 2011
Titaaanic :)
http://www.titanic-magazin.de/news.html?&tx_ttnews[backPid]=3&tx_ttnews[tt_news]=4120&cHash=8309de5c1027afaf065ac3786cbd6d5a
Samstag, 19. Februar 2011
The Art of Hobo: Die Malais um Guttenberg
Markus Sparwasser fragte man einst, woher er die Ideen für seine Shows nimmt. Seine Antwort war ebenso einfach wie einleuchtend: Er meinte schlicht, er würde sich in Würzburg ins Cafe Michel setzen und einfach den Leuten zuhören.
Wie wahr, wie wahr. Ich will euch nicht langweilen mit meinem ereignislosen, gleichzeitig aber sehr entspannten Samstag erzählen. Nur soviel: Ich war auch in einem Cafe, vornehmlich um zu lesen. Doch unglücklicherweise lasse ich mich sehr leicht von meiner Umwelt ablenken. ( Das geht so weit, dass ich auf Zugfahrten regelrecht und stundenlang von Teenie Handygesprächen penetriert werde, die so inhaltsleer und langweilig sind, dass einem Rosamunde Pilcher wie eine Stig Larsson Verfilmung vorkommt.) So auch ein Gespräch zweier Damen um die 55(vielleicht auch 65, ich bin nicht so gut im Schätzen. ich gehe mal vom Best Case aus)
"Haste des scho vom Guddenberch khörrt?" (Anm: Das ist fränkisch)
"ja freilich aber wesst scho des is so ein guder Mann, des ist doch völlich wurscht ob der da was geglaut hat" - Ja natürlich! Es ist auch völlig egal, ob der Hausarztsein Studium mit fremder Hilfe abgeschlossen hat. Warum auch, das bisschen Medizin; also bitte. Und reanimieren muss er als Hausarzt sowieso so gut wie nie und wenn doch, kann er ja so tun als ob. Es gibt ja so viele Arztserien)
"Gell ja die Wehrpflicht, des hat kenner abgschafft außer der Guddenberch" - Richtig und vor einem halben Jahr hat er noch an der Wehrpflicht festgehalten. Im übrigen wurde diese nicht abgesetzt, sondern ausgesetzt. Ferner ist die Aussetzung der Wehrpflicht vor allem dem Druck der FDP zu verdanken, die sich in dieser Debatte denkbar schlecht verkauft hat. Faktisch fordenr die Liberalen die Abschaffung seit Jahrzehnten.
So ging es illustrer weiter. Wohl und wenig übel: Guttenberg ist nicht der Schlechteste. Jedoch halte ich diese, politischen Skills betreffend völlig wertlose, Debatte für wunderbar angebracht. Endlich wird die Lichtgestalt, der weiße Obama, der adelige Kennedy, endlich wird er auf Normalmaß gestutzt. Und seine furchtbar arrogante Rechtfertigung am Donnerstag machte dies nicht besser.
Guttenberg ist kein Heiliger, ganz und gar nicht. Und auch wenn ich seine Rhetorik mit unter (und mit Verlaub) zum Kotzen finde, so hat er doch Eigenschaften, von denen die meisten anderen Politiker meilenweit entfernt sind:
- Guttenberg hat Charisma: Warum auch immer, er bewegt die Menschen. Er ist durch seine Ausstrahlung respektiert. Das ist für einen Politiker eine unschätzbare Stärke. (mit dieser man, nebenbei, wunderbar Inkompetenz verbergen kann. Dies gilt nicht nur für die Politik)
- Guttenberg hat Cochones: Er scheut sich nicht davor, seine Meinung, über allen ausgeübten Zwang seiner Fraktion/Kanzlerin, kund zu tun. Seine Ansichten müssen gar nicht meiner Meinung sein. Aber allein die Tatsache, das er Profil zeigt, imponiert mir. Er ist mir zehnmal lieber als klar- und neutralgespühlte Weichspül-Politiker vom Schlage Westerwelle, die prinzipiell zwar nicht ohne Kompetenz sind, jedoch stets die eigene Meinung der Meinung von Parteibuch und Fraktion unterordnet. Das ist dem Anspruch eines Politikers völlig unwürdig. Politiker sollten Freigeister sein, allesamt. Ob Konservativ, Liberal, was auch immer! Frei im Kopf, Herz in der Hand. Oder so- ihr wisst, was ich meine.
Mittlerweile sind mehr als 60% Guttenbergs Doktorarbeit relativ sicher geklaut. Aber ganz ehrlich: So what? An seinen politischen Fähigkeiten ändert das nichts. Und die Menschen scheinen es ihm nicht besonders übel zunehmen. Zumindest ist seine Beliebtheit nach wie vor ungebremst. Schaden würde es allerdings nicht, wenn diese noch abnehmen würde. Und freuen würde es mich erst recht.
Wie wahr, wie wahr. Ich will euch nicht langweilen mit meinem ereignislosen, gleichzeitig aber sehr entspannten Samstag erzählen. Nur soviel: Ich war auch in einem Cafe, vornehmlich um zu lesen. Doch unglücklicherweise lasse ich mich sehr leicht von meiner Umwelt ablenken. ( Das geht so weit, dass ich auf Zugfahrten regelrecht und stundenlang von Teenie Handygesprächen penetriert werde, die so inhaltsleer und langweilig sind, dass einem Rosamunde Pilcher wie eine Stig Larsson Verfilmung vorkommt.) So auch ein Gespräch zweier Damen um die 55(vielleicht auch 65, ich bin nicht so gut im Schätzen. ich gehe mal vom Best Case aus)
"Haste des scho vom Guddenberch khörrt?" (Anm: Das ist fränkisch)
"ja freilich aber wesst scho des is so ein guder Mann, des ist doch völlich wurscht ob der da was geglaut hat" - Ja natürlich! Es ist auch völlig egal, ob der Hausarztsein Studium mit fremder Hilfe abgeschlossen hat. Warum auch, das bisschen Medizin; also bitte. Und reanimieren muss er als Hausarzt sowieso so gut wie nie und wenn doch, kann er ja so tun als ob. Es gibt ja so viele Arztserien)
"Gell ja die Wehrpflicht, des hat kenner abgschafft außer der Guddenberch" - Richtig und vor einem halben Jahr hat er noch an der Wehrpflicht festgehalten. Im übrigen wurde diese nicht abgesetzt, sondern ausgesetzt. Ferner ist die Aussetzung der Wehrpflicht vor allem dem Druck der FDP zu verdanken, die sich in dieser Debatte denkbar schlecht verkauft hat. Faktisch fordenr die Liberalen die Abschaffung seit Jahrzehnten.
So ging es illustrer weiter. Wohl und wenig übel: Guttenberg ist nicht der Schlechteste. Jedoch halte ich diese, politischen Skills betreffend völlig wertlose, Debatte für wunderbar angebracht. Endlich wird die Lichtgestalt, der weiße Obama, der adelige Kennedy, endlich wird er auf Normalmaß gestutzt. Und seine furchtbar arrogante Rechtfertigung am Donnerstag machte dies nicht besser.
Guttenberg ist kein Heiliger, ganz und gar nicht. Und auch wenn ich seine Rhetorik mit unter (und mit Verlaub) zum Kotzen finde, so hat er doch Eigenschaften, von denen die meisten anderen Politiker meilenweit entfernt sind:
- Guttenberg hat Charisma: Warum auch immer, er bewegt die Menschen. Er ist durch seine Ausstrahlung respektiert. Das ist für einen Politiker eine unschätzbare Stärke. (mit dieser man, nebenbei, wunderbar Inkompetenz verbergen kann. Dies gilt nicht nur für die Politik)
- Guttenberg hat Cochones: Er scheut sich nicht davor, seine Meinung, über allen ausgeübten Zwang seiner Fraktion/Kanzlerin, kund zu tun. Seine Ansichten müssen gar nicht meiner Meinung sein. Aber allein die Tatsache, das er Profil zeigt, imponiert mir. Er ist mir zehnmal lieber als klar- und neutralgespühlte Weichspül-Politiker vom Schlage Westerwelle, die prinzipiell zwar nicht ohne Kompetenz sind, jedoch stets die eigene Meinung der Meinung von Parteibuch und Fraktion unterordnet. Das ist dem Anspruch eines Politikers völlig unwürdig. Politiker sollten Freigeister sein, allesamt. Ob Konservativ, Liberal, was auch immer! Frei im Kopf, Herz in der Hand. Oder so- ihr wisst, was ich meine.
Mittlerweile sind mehr als 60% Guttenbergs Doktorarbeit relativ sicher geklaut. Aber ganz ehrlich: So what? An seinen politischen Fähigkeiten ändert das nichts. Und die Menschen scheinen es ihm nicht besonders übel zunehmen. Zumindest ist seine Beliebtheit nach wie vor ungebremst. Schaden würde es allerdings nicht, wenn diese noch abnehmen würde. Und freuen würde es mich erst recht.
Freitag, 18. Februar 2011
Mehr als zwei
Was ist Verdrossenheit
von Politik noch wert
ohne Wissen?
Eine Stimme bleibt
eine Stimme
keiner erfragt den Grund.
Jedoch bleibt der
frustrierte verdrossen
wenn er nicht versteht.
Es gibt immer Meinungen
und Richtungen
es gibt immer Strömungen
und Argumentationen.
Niemals wird es nur zwei
Lager geben:
Die Richtigen und
die Falschen.
Wer so gruppiert
der irrt.
Genauso täuscht sich de
der in links und rechts
einteilt.
Die Realität ist komplexer
als sie in zwei Richtungen
einzuteilen.
Die Realität bedarf
viel mehr Anstrengungen
viel mehr
Intellekt.
Als zwei Richtungen
zwei Meinungen,
zwei Ansichten.
von Politik noch wert
ohne Wissen?
Eine Stimme bleibt
eine Stimme
keiner erfragt den Grund.
Jedoch bleibt der
frustrierte verdrossen
wenn er nicht versteht.
Es gibt immer Meinungen
und Richtungen
es gibt immer Strömungen
und Argumentationen.
Niemals wird es nur zwei
Lager geben:
Die Richtigen und
die Falschen.
Wer so gruppiert
der irrt.
Genauso täuscht sich de
der in links und rechts
einteilt.
Die Realität ist komplexer
als sie in zwei Richtungen
einzuteilen.
Die Realität bedarf
viel mehr Anstrengungen
viel mehr
Intellekt.
Als zwei Richtungen
zwei Meinungen,
zwei Ansichten.
kleine Collage
Wie könnte ich
wie konnte ich
wie kannte ich
und erkannte ich
wie rannte ich
wie erlangte ich
den Sinn.
Leicht sein
würde es nie.
Doch wer
bitte wer
behauptet dies.
Suchend nach Inhalt
nach Gehalt
nach Sinn.
Erkannte er den Wert.
Ein bisschen von sich
ein bisschen von dir
der Rest ist uns.
Wie könnte ich
wie konnte ich
wie kannte ich
und erkannte ich
wie rannte ich
wie erlangte ich
den Sinn.
wie konnte ich
wie kannte ich
und erkannte ich
wie rannte ich
wie erlangte ich
den Sinn.
Leicht sein
würde es nie.
Doch wer
bitte wer
behauptet dies.
Suchend nach Inhalt
nach Gehalt
nach Sinn.
Erkannte er den Wert.
Ein bisschen von sich
ein bisschen von dir
der Rest ist uns.
Wie könnte ich
wie konnte ich
wie kannte ich
und erkannte ich
wie rannte ich
wie erlangte ich
den Sinn.
Schadenfroh
Ich bin schadenfroh. Ja! Warum auch nicht? Ich bin schadenfroh, weil Guttenberg in der Scheiße sitzt. Ich freue mich auf weitere Angriffe, die keine Diffamierungen sind, da sie jeglicher Wahrheit entsprechen.
Guttenberg hat eine gute Figur gemacht, als er sich offen für eine gesunde Insolvenz Opels ausgesprochen hat. Das steht außer Frage. Ebenso anerkennenswert, bzw. prinzipiell völlig normal, war seine, mal zur Abwechslung, geradlinige Kriegsrhetorik. Der Afghanistaneinsatz sei ein Kampfeinsatz, ein Krieg. Sehr offen, sehr wichtig - völlig natürlich. (Die Hype-Tiraden dieser Formulierung dünkten vor allem auf die Unfähgikeit seines Vorgängers)
Anders verhielt sich Guttenberg in der Kundusaffäre. In fadenscheinigen zwei Wochen und enormen medialen Druck korrigierte sich Guttenberg von "angemessen" auf "nicht angemessen", feuerte einen Mitarbeiter und gut war es. Der weiße Negerstaat Deutschland verzeiht demenziell.
Jetzt sind inzwischen 67 dubiose Stellen in seiner Doktorarbeit aufgetaucht, in der er schlicht geklaut hat. Ein Plagiarist, ist er, der feine Mittelfranke, und dazu ein besonders stümpferhafter. Fragen stellen muss sich auf seine Universität, warum seine Arbeit nicht ausreichend geprüft wurde.
Was es auch ist, wie es auch ist: Ich bleibe schadenfroh. Warum? Weil Guttenberg vielleicht auf Normalmaß gestutzt wird. Er ist weder Heiliger noch Übermensch - er ist ein Politiker. Vermutlich einer der Besseren. Das wars.
Guttenberg hat eine gute Figur gemacht, als er sich offen für eine gesunde Insolvenz Opels ausgesprochen hat. Das steht außer Frage. Ebenso anerkennenswert, bzw. prinzipiell völlig normal, war seine, mal zur Abwechslung, geradlinige Kriegsrhetorik. Der Afghanistaneinsatz sei ein Kampfeinsatz, ein Krieg. Sehr offen, sehr wichtig - völlig natürlich. (Die Hype-Tiraden dieser Formulierung dünkten vor allem auf die Unfähgikeit seines Vorgängers)
Anders verhielt sich Guttenberg in der Kundusaffäre. In fadenscheinigen zwei Wochen und enormen medialen Druck korrigierte sich Guttenberg von "angemessen" auf "nicht angemessen", feuerte einen Mitarbeiter und gut war es. Der weiße Negerstaat Deutschland verzeiht demenziell.
Jetzt sind inzwischen 67 dubiose Stellen in seiner Doktorarbeit aufgetaucht, in der er schlicht geklaut hat. Ein Plagiarist, ist er, der feine Mittelfranke, und dazu ein besonders stümpferhafter. Fragen stellen muss sich auf seine Universität, warum seine Arbeit nicht ausreichend geprüft wurde.
Was es auch ist, wie es auch ist: Ich bleibe schadenfroh. Warum? Weil Guttenberg vielleicht auf Normalmaß gestutzt wird. Er ist weder Heiliger noch Übermensch - er ist ein Politiker. Vermutlich einer der Besseren. Das wars.
Sonntag, 13. Februar 2011
Abonnieren
Posts (Atom)